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Sonnenbrille: Schicker Augenschutz

Mehr als ein modisches Accessoire: Warum die Sonnenbrille für die Gesundheit so wichtig ist

Augenärzte dürften von der aktuellen Mode begeistert sein. Der Rückgriff auf die 60er-Jahre bescherte uns riesengroße Sonnenbrillen, welche die Augen großzügig abdecken.

Die Sonnenbrille sollte Schutz vor seitlich und von oben einfallenden Lichtstrahlen bieten. Dafür sollten Brillen oben dicht am Kopf anliegen und bis zu den Augenbrauen sowie seitlich bis zum Gesichtsrand reichen. Breite Bügel oder an den Seiten gebogene Gläser bieten zusätzlichen Schutz.

Eine gute Sonnenbrille filtert Licht und verhindert, dass uns intensives Sonnenlicht blendet. Das erhöht unter anderem die Sicherheit im Straßenverkehr. Sie kann das Sehen verbessern, indem sie Kontraste intensiviert. Sie verhindert Irritationen durch Streulicht und Reflexionen. Zudem schützt sie die Augen beim Sport vor Wind, Sand oder Insekten. In erster Linie aber hält sie UV-Strahlen von den Augen fern. Dieser unsichtbare Teil des Sonnenlichts kann sowohl die Hornhaut und die Linse angreifen als auch frühzeitige Abbauprozesse der Netzhaut verursachen.

Bis zu einem gewissen Grad verfügen wir über einen natürlichen Blendschutz. Die Augenbrauen und Wimpern beschatten die Augen, das Blinzeln und Zusammenkneifen der Lider verringert den Lichteinfall. Die Pupillen stellen sich umso enger, je heller es ist, damit möglichst wenig Licht eindringt.

Strahlung wird unterschätzt

Auch ein breitkrempiger Hut oder eine Schirmmütze beschatten und entlasten die Augen in der Sonne. Vor allem in sonnenreichen Urlaubsregionen, am Meer, im Hochgebirge oder in einer Winterlandschaft reicht dieser Schutz aber nicht aus. In den Bergen nimmt die Strahlung in der dünner werdenden Atmosphäre pro 1000 Höhenmeter um 20 Prozent zu. Zusätzlich zu der intensiven Sonneneinstrahlung verstärkt die jeweilige Umgebung deren Wirkung. Schnee reflektiert bis zu 100 Prozent, weißer Sand etwa 80 Prozent und bewegtes Wasser rund 50 Prozent der einfallenden UV-Strahlen.

Viele Sonnenhungrige unterschätzen die Intensität der UV-Strahlen zum Beispiel am heimischen Baggersee. Schmerzen, Rötungen, Juckreiz und unscharfes Sehen können erste Anzeichen für Schäden an der Augenoberfläche sein. Oft treten solche Beschwerden erst Stunden nach dem Aufenthalt in der Sonne auf. Sie müssen ärztlich behandelt werden.

Wenn Sonne, Wind und Sand die Augen immer wieder reizen, kann dies eine lachsfarbene Wucherung auf dem Weiß des Auges am Übergang zur Hornhaut verursachen. Dieses Pterygium ist zwar meist harmlos, kann aber im schlimmsten Fall das Sehvermögen beeinträchtigen und muss dann operiert werden. Langjährige Tätigkeit im Freien, höheres Alter und männliches Geschlecht sind die wichtigsten Risikofaktoren.

Schäden an Linse und Netzhaut

Wer sich immer wieder ungeschützt intensiver Sonneneinstrahlung aussetzt, erhöht auch das Risiko für Spätschäden im Inneren des Auges. Kleine, nicht spürbare Defekte können sich über Jahre summieren und Altersleiden wie eine Trübung der Linsen – grauer Star – auslösen oder die Netzhaut schädigen und dazu beitragen, dass sich eine altersbedingte Makuladegeneration entwickelt: Zellen an der Stelle des schärfsten Sehens gehen zugrunde. Sehbehinderung und im schlimmsten Fall Blindheit drohen. Menschen mit blauen Augen tragen ein höheres Risiko, da sie durch Pigmente weniger gut geschützt sind als Dunkeläugige.

Eine gute Sonnenbrille finden

Gründe genug, die Augen vor Strahlung zu schützen. Worauf Sie beim Kauf einer Sonnenbrille achten sollten:

UV-Schutz: Gute Gläser filtern möglichst viele Wellenlängen des Lichtspektrums bis zu 400 Nanometer heraus. Manche Gläser sind mit einem entsprechenden Hinweis „UV-400-Schutz“ oder „100 Prozent UV-Schutz“ gekennzeichnet. Die CE-Kennzeichnung und die Aufschrift EN 1838:1997 geben an, dass die Brille grundlegenden Sicherheitsstandards genügt. Sie beinhalten allerdings nur einen UV-Schutz bis 380 Nanometer, der nach derzeitigem Stand nicht als ausreichend gilt. Da es keine Überwachungsinstanz für die Einhaltung dieser Richtlinien gibt, sind Verbraucher zudem nicht vor Fälschungen geschützt. Wer sicher sein möchte, eine qualitativ hochwertige Brille zu erwerben, verzichtet auf Spontankäufe an Straßenständen und bei fliegenden Händlern. Er kauft stattdessen eine Markenbrille in einem Fachgeschäft und erkundigt sich nach dem UV-Schutz. Manche Augenoptiker bieten auch an, den UV-Schutz einer Sonnenbrille zu messen.

Blendschutz: Die Tönung reguliert die Lichtabsorption und den Schutz vor Blendung. Die Filterwirkung wird in fünf Schutzstufen unterteilt, die bei guten Brillen an der Innenseite des Bügels angegeben sind. Sie reichen von einem leichten Schutz bis zu einem starken Sonnenfilter der Stufe 4, der für den Straßenverkehr nicht zugelassen ist.

Die Tönung sagt nichts über den UV-Schutz aus. Gefährlich sind dunkle Brillen mit unzureichendem UV-Schutz. Sie bewirken, dass sich die Pupillen weiten und besonders viel Strahlung die Netzhaut erreicht. Dies gilt auch für kleine Fassungen mit schmalen Bügeln, die ungefiltertes Streulicht von oben, unten und den Seiten in das Auge lassen.

Glasfarbe: Ob Braun, Grau, Grün oder Orange, ist nicht nur eine ästhetische Frage. Im Alltag und im Urlaub sollten Brillengläser die Farben der Umgebung möglichst wenig verfälschen. Das leisten braune Gläser am besten. Beim Sport können andere Kriterien ausschlaggebend sein. So nutzen es zum Beispiel Golfer und Radfahrer, dass Orange- sowie Gelb-Tönungen Kontraste verschärfen.

15.08.2012, Bildnachweis: Thinkstock/Hemera

 

 

 

 

 

 

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